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Das Haus in der Wüste, oder Abenteuer einer Familie, die sich in der Wüste verirrte : mit vier Scenenbildern / von Capitän Mayne Reid ; aus dem Englischen von Dr. A. Diezmann
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wir an unſere Falle und ſchon aus einiger Entfernung 3 bemerkten wir, daß die Decke eingefallen war..

»Wir haben etwas gefangen!« riefen wir alle aus und eilten hinzu. Wie groß aber war unſer Erſtaunen als wir unten am Boden der Grube das Gerippe eines Thieres liegen ſahen, eines Hirſches, wie wir an dem Geweih erkannten. In der Grube zeigten ſich auch Spuren eines ſchrecklichen Kampfes, welcher in der Nacht da ſtattgefunden haben mußte. Das Rohr und Gras, das mit hineingefallen war, zeigte ſich mit Blut bedeckt und in die Erde eingetreten.

»Das ſind gewiß Wölfe geweſen.

Wir gingen von neuem an die Arbeit und machten die Grube tiefer, ſo tief, daß die Erde nicht herausgewor⸗ fen werden konnte, ſondern daß wir ſie in einem Korbe, den Cudjo geflochten hatte und an den wir einen Riemen banden, emporziehen mußten. Als wir die Grube zwölf Fuß tief gegraben hatten, deckten wir ſie von neuem zu. Kein Wolf, der hinein ſiel oder hinein ſprang, vermocht. wie⸗ der heraus zu kommen.

Am andern Morgen machten wir uns mit großer Span⸗ nung auf den Weg, um zu ſehen was wir gefangen hat⸗ ten. Die Decke war nur zum Theile eingebrochen, ſo daß wir nichts in der dunklen tiefen Grube unten erkennen konn⸗ ten als funkelnde Augen. Es waren deren mehre als ein Paar und alle leuchteten wie glühende Kohlen..

Ich ſchob noch etwas von der Decke bei Seite, bückte mich und blickte hinein. So zählte ich nicht weniger als ſechs Paar Augen. Ja dieſe Augen waren überdies von verſchie⸗

dener Größe und Farbe. Die Grube ſchien voll u ben aller Art zu ſeyn.