Sechs Monate darauf war freilich dieſe Villa derſelbe reizende Ort und die Natur um denſelben ebenſo ſchön; aber die heitere, lebensfriſche Gerda ſuchte man vergebens. Man findet beim Eintritt in jene eine Bahre; darauf liegt ſie wie eine„vor der * Zeit gebrochene Lilie,“ und neben der Bahre ſteht 3 ein trauernder Gatte, welcher in ſeinen Armen ein zartes Kind hält. Graf Ernſt hatte jetzt einen Sohn, deſſen Daſein die Mutter das Leben gekoſtet hatte.
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Zwei Jahre ſpiter an einem ſchönen Auguſt⸗ abend, wollen wir noch einmal einen Beſuch in „ Lunda! Pfarrhof machen, wo alles ſich gleich geblie⸗
ben war, Alva ſitzt einſam im Saale neben einem der Fenſter, den Blick träumend ins Freie gerich⸗„ tet. Einzelne Thränen ſchleichen langſam ihre Wan⸗ gen hinab. Sie fühlte ſich ſo einſam in der Welt, ohne Jemand, für den ſie zu leben hatte. Ihr Herz pochte unruhig und ihr Leben kam ihr ſo leer, ſo öde und ſo freudenarm vor. Lange hatte Alva ſo dageſeſſen, als ſie von ihren Erinnerungen überwältigt, mwilturtich den Namen: zi— Ernſt! vor ſich hinflüſterte. Alva,— antwortete eine Stimme hinter Mit einem Ausruf freudiger Ueberraſchung ſie ſich um——— es war
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