Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Alva! ich habe lange damit gezögert, Dich wiederzuſehen, weil ich meine Schwäche fürchtete; aber meine Liebe, welche ſtärker iſt, als meine Ver⸗ nunft, trieb mich hierher, um Dich noch einmal zu ſehen, um noch einmal dieſelbe Luft mit Dir zu athmen, obgleich ich weiß, daß dieſe Luft für mich ein Gift iſt. Du haſt einmal geſagt, daß Dein Herz mich niemals lieben kann O Alva! wie ſchön könnte das Leben noch für mich wie glücklich ſowohl ich, wie mein kleines mutterloſes Kind werden, falls Du meine Gefühle theilteſt Jetzt will ich nicht ſagen: werde die Meinige; denn eine ſo heiße und ſtarke Liebe, wie die mei⸗ nige begnügt ſich nicht mit jener lauwarmen Ant⸗ wort auf ihre Gluth, welche Deine Hingebung und Selbſtaufopferung geben könnte Warum kann ich nicht in Deinem Herzen Liebe erwecken?

Ernſt! ich habe Dich ſchon von dem erſten Augenblick unſeres Zuſammentreffens ge⸗ liebt Aber erſt jetzt biſt Du frei! jetzt kann ich, ohne zu erröthen, ſagen: Dir und keinem Anderen hat mein Herz von dem Augenblick an, wo ich wußte, daß ich ein ſolches beſaß, gehört!

Wir überlaſſen den Schluß dieſer Scene der eigenen Phantaſie des Leſers. Acht Tage darauf wurde Alva's und Ernſts Verlobung bei der Mutter des letzteren gefeiert, welche etwas über ein Jahr Wittwe geweſen war. Alva hi bis die Hochzeit vorüber war, in

Am Tage darauf reisten ſie