Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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würdeſt! Du ſiehſt zu Deinen Füßen die⸗ ſelbe Gerda, deren Herz Du in der Kindheit unum⸗ ſchränkt beherrſchteſt! deren Freude und Glück Du allein warſt! Höre mich an und, wenn es möglich iſt, verzeihe mir!*

Mit einer von Schluchzen unterbrochenen Stimme bberichtete Gerda jetzt von ihrer Liebe zu Hermann, ſowie von den Drohungen des Vaters, welche ſie be⸗ wogen. Ernſt ihre Hand zu reichen, und von Allem, 3 was darauf folgte von Alva's rettender Dazwiſchenkunft, u. ſ. w.

Als ſie geendet hatte, hob Ernſt ſie mit einer 3 zärtlichen Umarmung auf und ſagte: AUuf dieſen Augenblick, Gerda, habe ich ein ganzes Jahr gewartet. Alles, das Du mir jetzt 6 geſagt haſt, habe ich ſeit jener Nacht gewußt. Ich 6 kam einige Augenblicke vor Alva

Du wußteſt dieß Alles, und verſtießeſt mich doch nicht.

Alva bat für Dich! Ich habe auf dieſen Augenblick gewartet, wo Du freiwillig und

aus Liebe mir Alles anvertrauen würdeſt! Dann erſt wußte ich, Gerda, daß ich in Dir eine Gattin gefunden hätte, deren Herz ungetheilt mir gehört! Habe ich mich getäuſcht?

Nein, das haſt Du gewiß nicht! Dir, dem zärtlichen Freunde meiner Kindheit, Dir, Dir allein gehört es jetzt ganz und gar. Sage nur, daß Du mir verzeihen kannſt; daß Du nach dieſem Allem mich ebenſo hoch und ebenſo warm lieben kannſt, wie ich Dich!

Verziehen habe ich Dir ſchonGerd

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