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— Du haſt es ſelbſt geſagt. Nachher kam eine Zeit——— wo wir Beide gleichgültig waren.
— und enblich kamen dieſe letzten achtzehn Mo⸗ nate, welche wir ununterbrochen hier zugebracht ha⸗
ben, und während welcher Du Alles gethan haſt, 1 um das Gefühl für das Rechte in mir zu beleben und ſo gut geweſen biſt, ſo gut, daß———
— Paß es Dich durchaus gehindert hat, mit abſtoßender Kälte mich zurückzuweiſen. Nun gut! Du kannſt nichts für Deine Gefühle, Du wirſt nie Dein Glück bei mir ſuchen, und ich werde nie Freund⸗ ſchaft, Theilnahme und Aufrichtigkeit bei Dir finden. Wir thun deßhalb am beſten, daß wir getrennt le⸗ ben. Warum ſoll ich Dich zwingen, Dein Leben an meiner Seite dahinzuſchleppen, da ich doch nicht Dein Herz erhalte?
— O Ernſt! ſpreche nicht mehr ſo——— wenn Du nur in meiner Seele leſen könnteſt! So würde ich gewiß nur einen Wunſch
darin finden, den nämlich: mich los zu werden.
— Gerda weinte; Ernſt erhob ſich halb, reichte ihr die Hand und ſagte:
— Wenn ich Dir Unrecht thue, ſo ſage mir es, und ſei überzeugt, daß es nicht meine Abſicht war; aber ich fühle mich recht unglücklich! 5
— Und das durch mich— ſchluchzte Gerda und warf ſich an des Mannes Seite nieder.— Ernſt!
es iſt nur Reue und Verlegenheit darüber geweſen daß ich Deine Güte nicht verdient. O, ich habe ſo viel zu bekennen, daß mir der Muth gefehlt hat Dir zu ſagen;——— ſo viel abzubitten, von 1
ich fürchtete, daß Du es mir nicht verzeihen


