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mir nichts. Mag es ſo ſein! Was dieſer dein Sieg mich gekoſtet, wirſt Du nie begreifen. Du haſt ge⸗
ſiegt, Alva; ich werde das Ungereimte thun und
Beiden verzeihen. Biſt Du jetzt zufrieden?“
— Ich habe nie an dem Ausſchlag gezweifelt, welchen Dein edles Herz geben würde,— antwor⸗ tete Alva gerührt und drückte dankbar ſeine Hand.
— Aber, Alva, bevor wir uns trennen und die lange Pilgerfahrt durch ein Leben ohne Liebe begin⸗ nen, ſo beantworte mir eine Frage vollkommen auf⸗ richtig. Laß Dich nicht ein eingebildetes Vorurtheil davon abhalten, wahr zu ſein. Verſpreche mir das,— flehte Ernſt, und ergriff Alva's beide Hände, indem er ihr ins Geſicht blickte.
— Ich werde aufrichtig ſein! Alva's Stimme zitterte.
— Dank!——— Es hat unbewachte Augen⸗ blicke gegeben, in welchen ich bei Dir einen Blick, eine Röthe, oder ein Zittern auffing, welches mein Herz vor Freude klopfen machte; denn ich habe an
dieſen Zeichen zu ſeben geglaubt, daß ich von
Dir geliebt ſei——— O, Alva! ſage mir ehr⸗ lich, ob ich Recht gehabt. Laſſe mich die Gewißheit davon als eine Stärkung und einen Troſt auf der Bahn des Lebens mitnehmen——— Alva! be⸗ raube mich nicht dieſer meiner letzten, meiner einzi⸗ gen Hoffnung!— bat Ernſt entzückt und drückte ihre Hände an ſeine glühenden Lippen. Einen Augenblick ſchwankte Alva; aber mit der Kraft ihres Willens befahl ſie ihrem Herzen, noch zu ſchweigen——— Alva wußte zu gut, daß nur die Ueberzeugung, daß ſeine Liebe unerwied ſei,


