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— Noch ein Wort, Alva!——— Eine Ehe kann ja ohne Scandal aufgelöst werden!———
und Gerda dänn mit Hermann glücklich werden.
— Ein vor Gott abgelegtes Gelübde iſt heilig, es darf nicht gebrochen werden. Die Ehe iſt nicht ein Geſchäft, ſondern eine moraliſche Verbindung fürs Leben, die wir mit einem heiligen Eid beſiegelt
haben, und deſſen Heilighaltung zu bewahren eine
unabweisbare Pflicht erheiſcht. Derjenige, welcher
leichtſinnig damit ſpielt, kann nie auf Glück hoffen
——— O Ernſt! An Hermanns Seite würde Gerda einſt dahinwelken, ohne je das zu finden, was ſie von ihm geträumt. An Deinem Herzen dagegen wird ſie ſich zu einem edlen Weibe entwickeln. Werde Du der Führer, die Stütze und der Freund Deiner jungen verirrten Gattin und vergeſſe eine unwürdige Schwäche, welche nunmehr Dir nie etwas Anderes, als Unglück bringen kann.
Der Graf ſtand gegen den Kamin gelehnt da und betrachtete Alva. Viele bittere und ſich wider⸗ ſtreitende Gefühle kämpften in ſeiner Bruſt. Er ſah deutlich ein, daß ſie ihm nicht würde gehören können; denn dem geſchiedenen Manne würde Alva nie ihre Hand reichen.
Alva ſtützte ermattet ihren Kopf auf die Hand und auch in ihrer Bruſt machte die Stimme des
Herzens ſich geltend, obgleich ohne Hoffnung, gehört zu werden. Sie wartete die Antwort des Grafen
ab; aber ihre Kräfte verſagten ihr in dieſem Kampfe mit ihm, welcher ſie ſo hoch, ſo heiß liebte. 3 unterbrach das Schweigen:
du forderſt von mir Alles; aber du gibſt


