Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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auf die Knie fiel, daß es ihr gewiß würde gelungen ſein, ein weniger gefühlvolles Herz, als das des Grafen zu bewegen. Er betrachtete ſie einen Augen⸗ blick ſtillſchweigend, aber mit leidenſchaftlicher Be⸗ wunderung; dann legte er die Hand auf ihre Stirne und äußerte traurig:

Stehe auf, Engel! Deine Bitte ſchließt mein ganzes zur Entſagung verurtheiltes Leben in ſich; aber doch werde ich um Deinetwil⸗ len aus Liebe zu Dir, Du bewun⸗ derungswürdiges Weib, es verſuchen, Gerda zu verzeihen aber ihm?

Der Hermann, welcher Gerda liebte, exiſtirt nicht mehr. Er entſagte ihr ja, als er in Gegen⸗ wart von Andern mich zu ſeiner Braut machte

Alva! rief der Gräf aufſpringend, Alva! wohnt in deinem Herzen die Milde eines Engels und die Grauſamkeit eines Teufels, da Du, das Ideal meiner Träume, mir ſagſt, daß Du dem Manne gehören wirſt, den ich am tiefſten verab⸗ ſcheue Wenn dem ſo iſt, dann keine Ver⸗ zeihung für ſie, keine⸗Schonung gegen ihn. Lieber den Tod, als zu leben und Zeuge zu ſein, daß er im Beſitz eines Glückes iſt, von dem ich nicht einmal zu träumen gewagt habe.

Ewiger, niemals ruhender Egoismus! Wann wird denn einmal Deine Stimme von der Menſchen⸗ liebe erſtickt werden? Die Worte, welche Du jetzt

ausſprachſt, hätten nicht über Deine Lippen kom⸗

ich ihn weder hochachte, noch liebe.

men dürfen, denn ſie enthalten den größten Egois⸗ mus. Ich werde niemals Hermanns Gattin, weil