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Wort von Liebe mit ihr gewechſelt, oder Dir von
ihren Gefühlen Kenntniß eingeholt hätteſt, vereinigſt Du Dein Schickſal für das ganze Leben mit dem ihrigen! Was gab Dir ein Recht, auf ein Ver⸗ ſprechen des Vaters von Gerda hin, Dir ihr Leben „zuzuſchanzen?“ Du nahmſt Beſitz von ihr, wie von einem Dir gehörigen Gute und ohne Dich um ihr Herz zu bekümmern; und doch forderſt Du nach⸗ her Liebe, Zärtlichkeit und Treue! Wer hat eigent⸗ lich das Andere hervorgerufen: ſie, welche den Drohungen eines ſtrengen und unbeweglichen Vaters gehorchte, oder Du, der Du frei handelteſt und eine Braut annahmſt, ohne zu wiſſen, ob ſie Dich liebte? ——— Jetzt, wo die gar zu natürlichen Folgen Deiner unbeſonnenen Handlungsweiſe ſich zeigen, jetzt richteſt Du bloß Deinen Zorn und Deine Rache gegen ſie.
Du willſt das Opfer des Deſpotismus eines Vaters und Deiner eigenen Gleichgiltigkeit, ohne Barmherzigkeit der Verachtung und der Schaden⸗ freude der Welt übetlaſſen; während Du doch ſelbſt Dich deſſelben Fehlers ſchuldig gemacht, deſſen Du Gerda anklagſt. Sie iſt nur ihrer erſten Liebe treu
geblieben und hat derſelben nachgegeben; aber Du, Du haſt Dich dem Eindruck einer neuen Neigung hingegeben!
— Alva, Du gehſt zu weit!
— Nein, Ernſt, nein! die Treuloſigteit des Herzens iſt ebenſo ſtrafbar wie die der Sinne!——— Wie viel edler und Dei⸗
ner würdiger wäre es, wenn Du Deiner fehlenden
Fau verzeihend die Hand reichteſt und durch Deine


