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— Spreche nicht ſo, Alva!——— man hat mich ja ſchon betrügen wollen, und wenn es miß⸗ lang, ſo war es nicht Dein Fehler,— antwortete Ernſt, indem er Alva zum Sopha hinführte und ſelbſt auf einem Stuhl daneben Platz nahm.— Nachdem ich zu einer ruhigeren Betrachtung meiner Lage gekommen, hat Gerda's Treuloſigkeit nicht den
größten Schmerz in mir erweckt; nein, ihr zürne ich
nur; aber Du, Alva, haſt meinem Herzen eine tie⸗ fere Wunde verſetzt. Als ich einige Minuten vor Dir auf dem Schauplatz meiner gekränkten Ehre anlangte, bemächtigte ſich meiner ein Zorn, ein Zorn,
welcher Blut heiſchte; als ich aber Dich hinein⸗
ſtürzen, Gerda von ihrem Platz wegreißen und ihr Etwas in's Ohr flüſtern ſah, was ſie zu fliehen veranlaßte, da wurde meine Seele von einem ent⸗ ſetzlichen Schmerz ergriffen, der nur an Bitterkeit zugenommen, je mehr ich daran gedacht. Weißt Du, Alva, man iſt erſt dann recht unglücklich, wenn man gezwungen wird, an Allen und an Allem zu zweifeln.
Ernſt ſtützte die Stirne auf die Hand.
— Ich verſtehe Dich nicht——— Nur um Gerda zu retten, warf ich mich zwiſchen———
— Begreift Alva nicht, daß ich bei der Erin⸗ nerung an dieſer Dazwiſchenkunft entſetzlich leiden muß, welche freilich Gerda's Ehre zu retten, aber auch mich irre zu führen zum Zweck hatte?
——— Von Dir betrogen zu werden, welche
ich ſo hoch und heilig geliebt habe! Alva!— Alva!
das verdiente ich nicht.
ueber Alva's Wangen rannen vittere Thränen;
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