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welche Sigrid dem hatte. Auf dieſe baute Hermann ſeine Hoffnung, als ſie ihm vor Gott Treue ſchwur.
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bald wirſt Du von Freiern umgeben werden und Dein Vater, der Dich im höchſten Grade liebt, wünſcht wahrſcheinlich, daß ſeine einzige Tochter eine glänzende Partie mache. Iſt wohl Zeine Liebe zu mir ſtark genug, um mir treu zu bleiben? Ich wage nicht, ſelbſt dieſe Frage zu beantworten.
— Aber ich, Hermann, fühle, daß ich nie meine Gefühle für Dich ändern und mich nie überreden laſſen kann, meine Liebe zu vergeſſen. Nein, ich ſchwöre bei dem allgütigen Gott, Niemandem als Dir zu gehören!
Als Gerda mit ihrer zum Himmel erhobenen Hand dieſen Eid ſchwur, ſtand ſie an derſelben Stelle, wo vor achtzehn Jahren der obenerwähnte Mord begangen wurde. Würde dieſer Schwur heilig gehalten werden?... Sollte derſelbe Hermann Glück bringen? oder verwandelte der Geiſt des Er⸗ mordeten denſelben in einen Fluch?
„Niemand weiß, welchen Faden die Parzen ſpinnen.“
Hermann beruhigte ſich; denn unter all den leichtbeweglichen und flüchtigen Gefühlen in der Seele Gerda's gab es doch eines, welches feſt und rein war; ihre einfache, aber wahre Gottesfurcht, Herzen des Kindes eingeprägt
Am Tage nach Hermanns Abreiſe überließ Gerda ſich der heftigſten Trauer. Der Baron, welcher, bevor er eine Tochter be⸗ lam, Niemanden als ſich ſelbſt auf der Erde geliebt, hatte auf ſie all die Liebe übertragen,. ein


