kann ich Dich nie.
das weiß ich und dieſe Gewißheit peinigt mich
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daß ſie auf der Erde Keinen hatte, der ihr ſo lieb ſei, als Hermann.
Während der Zeit, wo Hermann noch auf He⸗ lenefors verweilte, ſprach er täglich mit Gerda von ſeinen warmen und reinen Gefühlen für ſie; und Gerda, welche vor dem Abend auf dem See von ganzer Seele ein Kind war und kein Bewußtſein von der Beſchaffenheit ihrer Neigung zu Hermann hatte, entwickelte ſich zum Weibe in derſelben Zeit, wo ſie ihr eigenes Herz kennen lernte. Alle ihre Gefühle concentrirten ſich in einem einzigen, und dieſes gehörte ihm.
Am Tage vor der Abreiſe Hermanns waren Beide zuſammen im Pfarrhofe geweſen und ſpazier⸗ ten längs dem Waſſerfall nach Hauſe. Gerda weinte.
— Du darfſt nicht weinen, nicht auf dieſe un⸗ verſtändige Weiſe über meine Abreiſe trauern,—— ſagte Hermann und beugte ſich zu ihr herab.— Glaube mir, Gerda, daß mein Schmerz vollkommen ſo tief wie der Deinige iſt; aber ich muß abreiſen, wenn es mir in der Zukunft möglich werden ſoll, um Deine Hand anzuhalten. Verſpreche mir nur, daß das Bündniß unſerer Herzen ein Geheimniß zwiſchen mir und Dir bleibt, bis ich offen als Dein Freier auftreten kann; bleibe Deiner Liebe treu und vergeſſe mich nicht, während wir getrennt ſin Hermann! ich werde möglicherweiſe, während, Du fort biſt, vor Trauer ſterben, aber vergeſſe
Gerda, Dein Gemüth iſt veränderlich Chatakter ſchwach und Deine Gefühle wechſeln
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