Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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weißt ja, daß ich vor Kummer krank werden und ſterben würde.

— Du wirſt mich ebenſo leicht vergeſſen, wie Du Graf Ernſt vergaßeſt.

— Wie kannſt Du ſo ſprechen?——— Dich vergeſſen!——— ich würde dann zu gleicher Zeit vergeſſen, daß ich lebe.

.— So glaubſt Du jetzt; aber wenn ich fort in———

— Dann iſt auch alle Freude für mich fort— Shſt n Hermann, es iſt, als wenn das Herz nicht ſchlagen könnte, wenn ich Dich nicht ſehe, als wenn Du meine Seele, mein Leben wäreſt,— ſagte Gerda und rückte im Boote ganz nahe an Hermann heran.

— Gerda!— mehr konnte Herman nicht hervor⸗ bringen, ſondern ergriff ihre Hand und lehnte ſeine Zene Stirne gegen dieſe;— Gerda, ich liebe

ich!

— Ach, Hermann! das weiß ich, wir lieben ja einander; Du haſt mir ſchon von der Kindheit an geſagt, daß Du mich leiden mochteſt; warum ſiehſt Du ſetzt ſo betrübt aus?

Gerda ſtreichelte liebkoſend ſeine Locken.

— Du verſtehſt mich nicht, Kind; aber jetzt weißt Du es,— antwortete Hermann mit Heftigkeit.— Ich liebe Dich nicht mehr wie ein Kind, ein Bruder, ein Lehrer, ſondern wie man ein Weib liebt. Du mußt mir angehören, Du mußt meine Frau werden.

Und jetzt ſchloß er ſie an ſein Herz.

Gerda, welche noch nicht den Unterſchies der verſchiedenen Arten der Liebe begriff, fühlte Schwartz, Die Schutzloſen.