Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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— Ich begreife vollkommen Dein Zartgefühl in dieſer Beziehung, ſo vollkommen, daß Du durch Dei⸗ nen Wunſch dem meinigen entgegenkommſt. Meine Frau und ich wollten Dir gerade daſſelbe vorſchlagen. Die ganze myſtiſche Geſchichte, welche Anna umgab, iſt jetzt vergeſſen, ſie würde aber durch Dein Auf⸗ treten als ihre Tochter wieder aus der Vergeſſenheit hervorgezogen und weiter verbreitet werden. Wir ſind in dem Puncte vollkommen einig; aber jetzt zu dem andern!

— Daß ich in meinem Alter Onkel und Tante zur Laſt liegen ſollte, die ſelbſt ſo viele unverſorgte Kinder haben, das weder darf noch kann ich; mein Wunſch wäre deshalb, irgend eine Stelle als Leh⸗ rerin bei kleineren Kindern zu erhalten, und daß On⸗ kel ſo gut ſein wollte, mir zu einer ſolchen zu ver⸗ helfen.

— Glaubſt Du denn nicht, daß wenn Gott uns Brod für Fünfzehn gegeben, wir es auch mit der Sechzehnten theilen würden? Nein, mein Mädchen, Du ſollſt bei uns bleiben.

— Wie tief erkenne ich nicht die Güte Onkels an! aber, glauben Sie mir, ich kann und werde ſie

nicht auf eine ſolche Weiſe mißbrauchen. Vermehren

Sie die Schuld, in welcher ich zu Onkel ſtehe, da⸗ durch, daß Sie mir eine Stelle verſchaffen, und Lunda Pfarrhof wird immer meine rechte Heimath bleiben; aber ich muß hinaus und ſelbſt mein Brod verdienen.

Noch eine Weile ſtritten ſich der Paſtor und Alva mit einander; aber ſie war ſo beſtimmt und bat ſo innig, daß der Paſtor deutlich einſah, es ſei