Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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und ich will, daß Du nach meinem Tode dort⸗ hin reiſeſt und einen Brief, der in meinem Schreib⸗ tiſch liegt, ſowie ein Packet für ihn mitnimmſt, wel⸗ ches Du ebenfalls in demſelben findeſt.

Verſprich jetzt Deiner faſt ſterbenden Mutter, daß Du, ſowie mein Staub beerdigt iſt, ſofort das We⸗ nige, was wir beſitzen, verkaufen und zu Erik rei⸗ ſen wirſt.

— Das verfpreche ich Dir heilig, Mama,— antwortete Alva weinend.

— Ich bin dann etwas ruhiger. Gott möge über Dich wachen und Dich ſo glücklich machen, wie Deine Liebe und Zärtlichkeit gegen mich es ver⸗ ienen.

Die Mutter lehnte ſich zurück gegen die Sopha⸗ ecke und beide ſchwiegen. Nur das unterdrückte

Schluchzen Alvas ſtörte die Stille.

— Weine nicht, Kind,— ſprach die Mutter mit einer vor Fieber keuchenden Stimme;— erinnere

Dich der Verſe, die ich auf meinen Sarg geſetzt ha⸗ ben will.

Flüſternd ſtammelte ſie folgende Worte:

„Ich geh' vergnügt den letzten Gang, Bin müde, hab' die Welt ſo ſatt.⸗

Ein heftiger und gewaltſamer Huſten überfiel ſie

bei dieſen letzten Worten und endete mit einem

ſtarken Blutſturz. Alva eilte erſchrocken nach Salz und Waſſer, um das Blut zu ſtillen; aber bevor ſie

damit fertig war, lag die Mutter ohnmächtig auf dem Sopha.

— Mama, Mama!— Schwartz, Die Schutzloſen.

rief Avn n venne