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Alva leben,— antwortete das Mädchen und küßte zärtlich die Hand der Mutter.
— Alva, hier iſt nicht mehr die Rede davon, ein Leben verlängern zu können, deſſen Stunden ge⸗ zählt ſind, ſondern davon, ſolche Anordnungen für Dich zu treffen, daß ich nicht zu den Qualen, welche vorher ſchon meine Seele peinigen, auch noch den
ſchrecklichen Gedanken mit ins Grab nehmen muß,
daß Du ſchutzlos in der Welt ſtehſt.
— O, Mama, Mama! ſprich nicht von dieſem traurigen Thema, komm nicht auf einen Schmerz zu⸗ rück, von dem Gott allein weiß, ob Deine arme Alva ihn überleben wird,— äußerte ſie, während häufige Thränen ihre bleichen Wangen benetzten.
— Alva, in deinem Alter ſtirbt man ſelten an Trauer,— ich würde ſonſt jetzt nicht leben,— ant⸗ wortete die Mutter im düſteren Tone, indem ſie mit
der Hand über die Stirne ſtrich.— Aber höre mich
an: Verhältniſſe, von welchen ich wünſche, daß ſie Dir immer fremd bleiben mögen, haben mich ge⸗
zwungen, meinen Namen zu ändern. Mein rechter
Name iſt Anna Hedberg. Ich bin im nördlichen Theile von“* auf Lunda Pfarrhof geboren wo mein Vater Pfarrer war.
Wir waren zwei Geſchwiſter, ein Knabe und ein
Mädchen. Mein Bruder reiste nach Amerika, u
ich bin noch vollſtändig darüber in Unkenntniß, ob
er lebt oder wo er ſich dort aufhält.
Aber ich habe einen Couſin, Erik Hedberg welcher von meinem Vater erzogen, Pfarrer wurde und jetzt Paſtor der Lunda Gemeinde iſt. Er ha immer ein gutes, redliches und warmes Herz gehabt⸗


