Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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gen einem Paar Sterne; drücken aber einen hohen Grad von Schwärmerei und Wehmuth aus.

Sie ſind von langen, dunkeln Augenwimpern be⸗ ſchattet und werden von Augenbrauen, die wie ge⸗ zeichnet ausſehen, geziert. Das goldgelbe Haar und die ſchwarzen Augen ſind eine ſeltene Zuſammen⸗ ſtellung, und müßten nicht gut zu einander paſſen; aber trotzdem iſt Alles in dieſem Geſicht ſo harmo⸗ niſch und feſſelnd, daß man faſt geneigt wäre, ſie, wie ſie jetzt da ſitzt, für die Schöpfung der Phan⸗ taſie irgend eines Künſtlers zu halten, die plötzlich ins Leben gerufen worden ſei. Ihr Wuchs iſt lang und ſchlank, faſt mager. Die Hände ſind fein ge⸗ bildet und durchſichtig. Sie arbeitet fleißig an einem Stickrahmen.

Das ältere Frauenzimmer ſtützt gedankenvoll den Kopf auf die Hand und den Ellenbogen auf

den Tiſch, während ſie mit Schmerz das junge Mäd⸗

chen betrachtet.

— Weißt Du, Alva, was mich unaufhörlich plagt?

— Nein, Mamachen. 5

— Daß ich Dich unfehlbar bald allein laſſen muß, ohne Freunde, ohne Stütze, gänzlich allein in der ganzen Welt. Es iſt auch entſetzlich, daß Du von Kindheit an zur Sklaverei der Armuth verur⸗ theilt und den Verſuchungen derſelben ausgeſetzt ge⸗

weſen biſt. O dieſe Gedanken ſind bitter, bitterer,

als Du ahnſt, mein geliebtes Kind. — Aber, gute Mama, warum beſchäftigſt Du

Dich damit; Du weißt ja, daß alle Unruhe Deinen

Zuſtand ſchlimmer macht. Du willſt ja für Deine