Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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bemſelben ausgebreitet und darauf lag ein Mäbchen von zwölf bis dreizehn Jahren, welches einen New⸗ fundländerhund von merkwürdiger Schönheit neben ſich hatte.

Der Kopf des Kindes ruhte auf deſſen Hand; aber es zu beſchreiben, wäre unmöglich.

Laß Dein gewöhnliches Phlegma bei Seite und verſuche ein Menſch zu werden, welcher das Schöne faßt und verſteht. Der ganze Kopf war mit leichten aber doch üppigen goldgelben Locken bedeckt.

Das Geſicht hatte jene volle und blühende Run⸗ dung, welche man faſt nur bei der Kindheit findet. Die Augen waren hellblau, aber von einer feurigen Lebhaftigkeit. Der Mund war klein, aber von einem fortwährenden ſchelmiſchen Lächeln umgeben.

Alle Geſichtszüge deuteten auf eine außerordent⸗ liche Lehendigkeit, und man meinte, die Pulſe des n unter dieſer durchſichtigen Haut ſchlagen zu ehei

Die von dem ſtarken Lichtglanz beleuchtete Gruppe machte auf mich einen ſo blendenden Eindruck, daß ich einen Augenblick an der Thüre ſtehen blieb.

Der Baron ſaß mit ſeinem düſtern und harten Geſicht in einen Lehnſeſſel zurückgeſunken.

Es drang ſich mir unwillkürlich der Gedanke auf, daß es Denjenigen, welche nach Swedenborg anneh⸗ men, daß ein guter und ein böſer Geiſt immerwäh⸗ rend den Menſchen durchs Leben begleite, vorkom⸗ men müßte, als wenn der Baron nur von ſeinem böſen und das Kind von ſeinem guten Geiſte regiert werde.