Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Außer dem Baron und dem Kinde befanden ſich zwei andere Perſonen in dem Zimmer.

Die eine war ein junger Mann von meinem Alter, mit edlen und regelmäßigen Zügen, dunkel⸗ lockigem Haar und dunkelblauen ſeelenvollen Augen. Der Andere war ein älterer Mann mit jenen mar⸗ kirten und ſcharfen Zügen, die man nur bei den Leuten des Südens antrifft. In ſeinem Geſichte ſtand deutlich zu leſen: kein Sohn des Nordens.

Durch dieſe Auseinanderſetzung bin ich viel zu lange an der Thüre ſtehen geblieben; aber tröſte Dich, ich bin jetzt zu Ende.

Der Baron grüßte mich mit einem:

Willkommen, Hermann.

Nach dem Austauſch der gewöhnlichen Höflich⸗ keitsbezeugungen deutete er auf den jungen Mann und ſagte:

Ein Verwandter, Graf Ernſt Gratton; der andere Herr: Monſieur Soirs, Muſiklehrer, und das Kind dort meine Tochter Gerda, ein

kleiner Wildfang, fügte er mit einem Verziehen des Mundes hinzu, das einem Lächeln ähnlich ſein ſollte.

Gerda war weder aufgeſtanden, noch hatte ſie gegrüßt, ſondern betrachtete mich nur mit einem for⸗ ſchenden Blick. Endlich rief ſie:

H! Hermann ſieht gar nicht gefährlich aus, er ſpielt gewiß eben ſo gern wie er ſtudirt. 3

Wir Alle, ausgenommen der Baron, brachen bei dieſer Bemerkung, die wahrer war, als Jemand ahnte, in ein Gelächter aus; und als wir uns

Abends trennten, dachte ich: jenes junge Mädchen