Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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man nicht unterſcheiden, ſo geflickt und verkleiſtert waren die Wände. Das ganze Meublement deſſelben beſtand aus einem alten Feldbett, auf welchem ein bleiches, noch junges Weib lag. Etwas, das einem Stuhle oder einem Tiſche glich, fand ſich nicht vor. Das Licht ſtand im Fenſter. Einige auf einander gelegte Strohkiſſen in der einen Ecke des Zimmers ſtellten das Bett des jungen Mädchens vor. Etwas altes Porzellangeſchirr und eine eiſerne Pfanne war Alles, was ſonſt in dieſem Zimmer vorhanden war; der Fußboden war aber rein und die geflickten und ab⸗ genutzten Bettlaken waren weiß. Wen haſt Du mit Dir? fragte die Kranke, als der Lichtſchein auf den Jüngling fiel. Gute Mama, werde nicht böſe; als ich Dei⸗ nen Jammer im Schlafe ſah, und ſah, wie es Dich fror, und als ich dazu erwog, daß wir ſeit vier und

zwanzig Stunden nichts gegeſſen und auch nichts

mehr zum Verkaufen beſaßen, da wurde ich trau⸗ rig und beſchloß hinauszugehen und zu betteln.

Wende Dich nicht weg und weine nicht, ſondern

höre mich an; Deine Alva litt von den Qualen des Hungers.

Dieſer Herr hier hat verſprochen, uns zu hel⸗ fen. Siehſt Du, Mamachen, wir würden ſonſt aus Mangel an Allem ſterben; bemerkte Alva und be⸗ deckte die Hände der Mutter mit ihren Küſſen.

Alva, mein gutes Kind, Du mußteſt alſo

auch noch betteln ſeufzte die Mutter mit Schmerz Gnädige Frau, ſiel der Jüngling ein cher wohl merkte, daß es hier nicht ſchicklich ſei