Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 3. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

267

ſchüzen konnte weil er mich nicht darein einge⸗ weiht hätte.

Sie haben ſie alſo gewarnt? Die Gräfin ſprang auf.

Nein, ich habe etwas noch Beſſeres gethan, ich habe ſie vor allen Verfolgungen ſicher geſtellt, bis wir Beide, Sie und ich, einander recht verſtanden hätten.

Ich glaube Sie zur Genüge verſtanden zu ha⸗ ben, fiel Natalie ein und wollte das Zimmer ver⸗ laſſen.

Bleiben Sie, Natalie, ſagte Tage beſtimmt und faßte die junge Dame am Arm⸗Sie haben

mich nicht zu Ende gehört. Er ſah auf ſeine Uhr.

Noch iſt Wagner mit dem leeren Wagen nicht nach Roſenvik gekommen. Ehe er entdeckt daß er bloß ſich ſelbſt mit einer Luſtfahrt amüſirt hat, werden Sie einſehen daß ich Sie und mich vor einer ſchlechten Handlung bewahrt habe. Sie werden mir dafür danken.

Daran zweifle ich. Natalie ſezte ſich wieder.

Haben Sie nicht tauſendmal erklärt und auch ſchriſtlich wiederholt daß Sie Jur mein Glück be⸗ fördern wollen?.

Allerdings, antwortete Natalie. Sie bedachte mit Beben daß ſie ſich gänzlich in Tages Gewalt befand, daß das Spiel verloren war, und daß er, Tage, ſie aufs Gräßlichſte compromittiren konnte, wenn er ihre Theilnahme an den Intriguen gegen Schuldfried bekannt machte. Natalie hatte ſich in ihren eigenen Nezen gefangen.

In dieſem Fall haben Sie mein Glück in Ihren