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ſich in meinem Innern vorfinden kennen gelehrt. Ich weiß jezt daß es mir, wenn ich hier bleibe und dem Glücke anwohne das mein hätte ſein können, wenn das Schickſal es gewollt hätte, niemals gelin⸗ gen wird Macht über meine ſchlimmeren Wünſche zu erhalten. Genug, ich muß fort, weit von hier — ſo daß nicht einmal meine Ohren von dem Klange der Namen getroffen werden, welche im Stande ſind böſe Gedanken und Gefühle in meinem Innern zu erwecken.“
„Dieß billige ich vollkommen. Was Du jezt wünſcheſt wollte ich Dir vorſchlagen. Du mußt je⸗ doch vorher zeigen daß Du éin Mann ſein kannſt, nachdem Du ein ſchwacher Sclave geweſen. Meine Achtung und mein Vertrauen zu Deinen beſſern Vorſäzen werden lediglich davon abhängen wie Du Dich während der Zeit die Du noch hier biſt be⸗ nimmſt.“
„Du ſollſt zufrieden ſein, Papa.“
„Der Commandeur Z.,“ ſagte Tante Sara, in⸗ dem ſie die Thüre aufdrückte.
Eine Stunde ſpäter waren die Gäſte verſam⸗ melt. Sie beſtanden aus Lothars Vorgeſezten und Cameraden, ſo wie einigen Familien mit denen der Profeſſor verwandt oder befreundet war. Nur Gräfin Natalie fehlte. Lothar und Schuldfried waren ſo ſchön, daß es eine Freude war ſie anzuſehen. Das Glück iſt das beſte Schönheitsmittel. Tage war bleich und ſtill, zeigte aber eine Ruhe und Selbſt⸗ beherrſchung, die Aberney im höchſten Grade über⸗ raſchte und Sara dermaßen rührte daß ſie ſchnell hinausgehen und ein Bischen weinen mußte. Schuld⸗


