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wohl mit Baron Canitz verſöhnt haben?“ ſagte der Doctor.
„Ja!“ war Alles was Tage antwortete.
„Er verlobt ſich mit Schuldfried,“ fiel die Gräfin ein.
„Auch das iſt wahr.“
„Und Sie ſind damit zufrieden?“
„Ich kann es nicht hindern.“
„Was würden Sie ſagen, Herr Lieutenant, wenn ich dieſe Vereinigung unmöglich machte?“
„Ich würde ſagen daß dieß nicht im Bereich der Möglichkeit liege.“
„Aber wenn dennoch?“ Die Gräfin ſah ihn an.
„Sie ſind ſehr gütig, Gräfin, daß Sie mir fort⸗ während ſo viel Freundſchaft zeigen und noch in der lezten Stunde meinen Muth aufrecht erhalten wol⸗ len; aber es iſt zu ſpät. O! Sie ahnen nicht wie unglücklich ich bin.“ Tage fuhr mit der Hand über die Stirne.„Wenn ich doch den Haß zu löſchen vermöchte den ich fortwährend gegen ihn hege! Aber das iſt unmöglich.“
„Das Klagen ziemt dem Manne nicht, ſondern das Handeln. Wir wollen jezt hören was unſer Doctor für Heilmittel gegen dieſes Uebel da hat. Sagen Sie uns zuerſt Ihren Vorſchlag,“ fügte die Gräfin gegen Wagner gewendet hinzu.
Zwei Tage ſpäter war Profeſſor Aberneys Woh⸗ nung feſtlich geordnet um Gäſte zu empfangen. Tante Sara, in einem neuen ſchwarzen Seidenkleid und mit einer nagelneuen Haube, trippelte durch die
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