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„Ja, wie ich ſage.“
„Sie wiſſen alſo nicht von wem oder an wen der Brief iſt?“ Lothar lächelte.
„Nein, ich verſtehe nicht ruſſiſch und deßhalb be⸗ läſtigte ich Sie.“
„Es wundert mich daß die Wahl auf mich fiel. Warum nicht eben ſo gut auf den Dr. Wagner? er liest auch ruſſiſch.“
„Der Doctor iſt verreist, wiſſen Sie es nicht?“
„Nein, ich weiß kein Wort davon. Geſtehen Sie daß ſich das ſehr ſonderbar trifft.“ Jezt lachte Lo⸗ thar und ſah Natalie mit einem Blicke an, der auch bei dieſer künſtlich verhärteten Natur das Blut in die Wangen trieb.
„Baron Canitz, ich verſtehe Ihr Benehmen und Ihre Worte nicht,“ ſagte Natalie, indem ſie eine ſtolze Haltung annahm.
„In dieſem Fall, meine gnädige Gräfin, wollen wir zur Leſung des Briefes ſchreiten, der an Nie⸗ mand anders als an mich gerichtet und von General Canitz iſt. Ich war fünfzehn Jahre alt als ich ihn erhielt. Wollen Sie den Inhalt hören?“
„Wenn der Brief an Sie iſt, ſo habe ich ja kein Intereſſe dabei zu erfahren um was es ſich handelt.“
„Vielleicht wiſſen Sie es bereits?“
„Herr Baron, ich glaube Sie vergeſſen die For⸗ derungen der Artigkeit,“ rief Natalie.
„Nein, Gräfin, das thue ich nicht; aber ich möchte wünſchen daß Sie und ich die Masken abwärfen. Sie haben dieſen Brief nicht nach dem Tode Ihres Mannes gefunden, Sie haben ihn von Dr. Wagner


