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„Ah, Du weißt alſo daß ich mit einem Deiner Cameraden geſprochen habe?“ 8
„Er erzählte mir, Madame Dorbino habe einige Fragen an ihn geſtellt.“ Tage heftete einen finſtern Blick auf Schuldfried.„Ich hörte auch daß....“ Er hielt inne.
„Warum unterbrichſt Du Dich?“ fragte der Pro⸗ feſſor, der mit geſpanntem Intereſſe dieſem Geſpräch gefolgt war und jezt aus Schuldfrieds Bläſſe ſchloß daß Tage einen für ſie ſehr empfindlichen Punkt be⸗ rührte. Seine Stimme brachte Tage wieder zur Beſinnung und gebot ihm ſeine Worte und ſein Ge⸗ ſicht in Acht zu nehmen.
„Ich unterbrach mich,“ ſagte er mit wohlgeſpiel⸗ ter Gleichgiltigkeit,„weil ich nicht gerne einen Na⸗ men ausſpreche der für Schuldfried unangenehm zu hören ſein muß.“
„Und welcher Name wäre das?“
„Tage meint gewiß— Canitz,“ fiel Schuldfried mit ihrer merkwürdig klaren Stimme ein. Ihre dunkeln Augen leuchteten wunderbar als ſie dieſelben auf Tage heftete.
„Ha!“ war Alles was der Profeſſor antwortete; dann folgte eine kleine Pauſe die ſehr peinlich war. Aberney ſah zuerſt Tage mit einer Miene an als erwartete er daß dieſer Etwas ſagén würde; aber 1 er in ſeinem Schweigen beharrte, ſagte der Pro⸗
eſſor:
Sollte Schuldfried wirklich ein Vorurtheil gegen
dieſen Namen gehabt haben, ſo glaube ich daß daſ⸗
ſelbe gänzlich verſchwinden wird, wenn ſie erfährt
daß Lieutenant Canitz auf der Fahrt von Neapel 4*
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