Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 3. Band (1862)
Entstehung
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ſie aus der Ferne, aber man öffnet ihnen ſeine Sa⸗ lons nicht, außer wenn dieß unter den Tonangeben⸗ den Mode wird,— dann— kann man freilich nicht ausweichen.“

„Weißt Du was, liebe Lieſe, ich danke Gott da⸗ für daß ich nicht in der großen Welt lebe. Ich habe die Menſchen von jeher für erbärmlich und ſchlecht gehalten; aber ſo ſchlecht wie jezt ſind ſie mir früher nie vorgekommen.“

„Das kommt daher weil Du alt geworden und nicht mit Deiner Zeit vorangeſchritten biſt. Nein, jezt muß ich gehen. Adieu, liebe Sara; grüß mir den Profeſſor und den Lieutenant. Ich hoffe ſie werden mir die Ehre erweiſen zu meinem großen Schmaus am Samſtag zu kommen; Dein Verſprechen habe ich bereits.“

Noch einigen weiteren nichtsſagenden Redens⸗ arten entfernte ſich Frau F. Tante Sara hatte ſich in Folge der empfangenen Mittheilungen den Kopf voll von unruhigen Phantaſien über die fremde Sängerin geſezt und brachte jezt ihre Einbildungen mit Tages ſonderbarem Benehmen in Verbindung.

Gegen Mittag kam Aberney nach Hauſe. Er ſah ungewöhnlich heiter aus und grüßte die Tante ganz freundlich. Beim Klang ſeiner Stimme öffnete ſich Tages Thüre, und der junge Lieutenant eilte auf ihn zu mit den Worten:

„Kommſt Du direct von ihr, Papa?“

Aberney lächelte und ging, ohne zu antwopten, in Tages Zimmer. Dieſer folgte nach und Tante Soara ſah zu ihrem unbeſchreiblichen Verdruß die Thüre wieder ſchließen. Ihr Blut begann zu kochei

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