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ſezlich.“ Er lehnte den Kopf zurück, als hätte der Schmerz ihn vernichtet.—„Herr des Schickſals, Du biſt ſtreng daß Du mich nicht einmal das ſchöne und keuſche Traumbild behalten ließeſt; jezt erſt iſt ſie todt für mich. Welches hölliſche Spiel gedachte das Schickſal mit meiner menſchlichen Schwachheit zu treiben, daß es mir dieſes ſchöne Denkmal von ihr in den Weg warf! Ihr äußeres Bild habe ich vor Augen, aber von dieſem Herzen von Unſchuld, Güte, Liebe und Grauſamkeit, das einſt Alles für mich geweſen, kann ich Nichts verſpüren.“
Wie nahte mir der Schlummer Bevor ich ihn geſehn!
ſang Madame Dorbino.
In den Frühlingstagen ſeiner aufkeimenden Liebe hatte Lothar Schuldfried niemals ſingen gehört. Nur ein einziges Mal vorher hatten Töne ihrer Stimme ſein Ohr getroffen, und damals hatte die Stimme des Kindes ihn ſo bezaubert daß er ſie zwingen wollte das Liedchen zu ſingen. Was⸗dann erfolgte wiſſen wir. Jezt ſtrömte dieſe Stimme ſo warm, ſo glühend, ſo wunderbar zu ſeinem Herzen,
und dennoch füllte ſich dieſes nur mit Bitterkeit.
Dieſe Töne, die ſeinem Gemüth hätten ſchmeicheln müſſen, erweckten nur ſeine düſtérn und leidenſchaft⸗ lichen Gefühle. Lothar kam ſich vor als ob er ſchlechter würde ſo lang er auf den Geſang lauſchte. Es war als hätte er beim Anblick der Sängerin
den Glauben an das Gute, Reine und Edl ver⸗
loren.


