Gräfin?“
ten von Rom aus zuſammen.“
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„Es kommt immer beſſer. Sie behaupten alſo daß ich Geſchichten erfinde?“
„Frau Gräfin, ich behaupte das nie von einer Dame; aber ich glaube daß Sie ſich täuſchen konnten.“
„Ganz und gar nicht. Das will ich ſogleich be⸗ weiſen. Während meines Aufenthaltes in Neapel, als ich mit Madame Dorbino beiſammen war, nannte Jemand eines Abends im San⸗Carlo⸗Theater ge⸗ ſprächsweiſe Ihren Namen. Da wurde ſie aufge⸗ regt und fiel mit einigen Fragen über Sie ein. Als wir das Theater verlaſſen hatten, war ſie ſehr betrübt und antwortete ausweichend auf meine Frage ob ſie Sie kenne. Kurz und gut, Alles berechtigte mich zu dem Schluſſe daß
Die Gräfin hielt inne als wollte ſie Lothar Ge⸗ legenheit verſchaffen ihren Saz zu ergänzen; aber er beobachtete ein hartnäckiges Stillſchweigen, und zwar mit einer Miene die von der vollkommenſten Gleich⸗ giltigkeit zeugte.
Es entſtand eine Pauſe ohne daß Natalie ihren unterbrochenen Saz vollendete. Lothars Gedanken⸗ gang hatte inzwiſchen eine andere Richtung genom⸗ men. Dießmal war er es der das Schweigen un⸗ terbrach.
„Wie lange verweilten Sie in Neapel, Frau
„Lier Wochen. Mabame Porbind und ich r „Trafen Sie in lezterer Stadt einige Schweden?“
Lothar fragte dieß ohne Natalie anzuſehen. „Ja, ich traf einige Landsleute. Wünſchen Sie


