Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 2. Band (1862)
Entstehung
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das Schiff von Palermo abſegelte, zeigte er ſich zum erſten Male ſeit ſeiner Krankheit im Salon. Er wählte dazu eine Zeit wo Lothar die Wache hatte.

Nun, lieber Aberney, haſt du Canitz getroffen? fragte Steen.

Noch nicht, lautete die Antwort.

Ich hoffe daß die Herren ſpäter eben ſo gute Freunde werden wie ſie vorher das Gegentheil waren, bemerkte der Secondlieutenant;Canitz iſt iſt ein braver Kerl und hat ſich auch im Augenblick der Gefahr als guter Camerad erwieſen. Dieß ſind doch Eigenſchaften die alle Anerkennung verdienen, oder wie, Aberney?

Ganz gewiß, gab Tage zu. Der Secondlieu⸗ tenant ging auf das Verdeck, nachdem er zuvor einen forſchenden Blick in den Spiegel geworfen und ſein Haar mit einer gewiſſen Sorgfalt geordnet hatte.

Auf Ehre und Seligkeit, die bezaubernde Gräfin hat ſchon am erſten Tage ihres Aufenthalts dahier ſowohl dem Chef als dem Secondlieutenant den Kopf verrückt, bemerkte ein junger Lieutenant.Seit wir mit der ſchönen Hexe zur See gegangen, ſind die Spiegel wieder zu Ehren gekommen. Es iſt doch verdammt angenehm Frauenzimmer an Bord zu haben. Unſer junger Lieutenant ſtellte ſich jezt ſeinerſeits vor den Spiegel und betrachtete mit ungemeinem Wohlbehagen ſein friſches, von Geſundheit und Lebens⸗ luſt zeugendes Geſicht.

Ach! du ſprichſt von den Paſſagieren die nach Alexandria mitfahren wollen? fiel Tage ein.

Ja; es iſt eine bezaubernde junge Dame.