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mit Begierde den Gedanken daß Lothars ganzes Benehmen eine Folge gemeiner Berechnung ſei.
Nach einigen Tagen ankerte die Fregatte auf der Rhede von Palermo. Tage war indeß nicht ſo weit hergeſtellt daß er, ſo lange die Fregatte im Hafen blieb, ſie verlaſſen konnte. Er begnügte ſich damit die Cameraden von dem Schmauſe erzählen zu hören welcher Lothar gegeben wurde; von den Toaſten die dabei ausgebracht wurden, von der erhöhten Sym⸗ pathie die man für den ruſſiſchen Cameraden, wie man Lothar früher genannt hatte, empfand, von den Abenteuern die man erlebt hatte u. ſ. w., lau⸗ ter Dinge die in Tages Seele nur unangenehme Gefühle erweckten.
Endlich nachdem Tage eine ganze Woche lang die Qual ausgeſtanden entweder von den Vergnü⸗ gungen ſeiner Cameraden oder von ihrer innigen Zuneigung gegen Lothar hören zu müſſen, wurde er die Nachricht erfreut' daß die Abfahrt beſchloſ⸗ en ſei.
„Wir bekommen Paſſagiere nach Alexandria mit, eine junge Dame mit ihrem Mann,“ ſagte einer der Cameraden zu Tage, indem er flüchtig in ſeine Ca⸗ jüte hereinſchaute.
„Das iſt mir gleichgiltig,“ antwortete Tage un⸗ wirſch. Er war demnächſt wieder hergeſtellt, aber dieß machte ihm keine Freude, denn jezt ſtand der bittere
Augenblick bevor wo er mit Lothar zuſammentreffen
und ihm einige verbindliche Worte für den geleiſte⸗ ten Dienſt ſagen mußte, und dieß war ihm qual⸗ voller als die ſchwerſte Krankheit. Am Tag wo


