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ſüchtigen Perſonen der Fall. Tage gehörte zu die⸗ ſer Categorie, und wie alle ſolche Charactere, konnte er leicht eine Richtung zum Böſen annehmen, wenn er ſich, wie jezt der Fall war, von dem ganzen Groll ſeiner verlezten Eigenliebe beherrſchen ließ. Tage vergaß nie eine Beleidigung, verzieh niemals wenn man ſich gegen ihn vergangen hatte, erkannte keine andere Ueberlegenheit an als ſeine eigene, und be⸗ trachtete alles Gute was man ihm erwies als Etwas wozu er vollkommen berechtigt ſei. Dagegen vergaß er immer ſeine Dankba sſchuld. Bei einem ſol⸗ chen Grundton in ſ eele war es natürlich daß Lothars Bene att ihn zu rühren oder ſei i ecken, einen ſtillen, aber er⸗ ervorrief. Dieſer wurde um ſo größer, als er einſah daß er ihn nicht zu Tage † kommen laſſen durfte. Sämmtliche Cameraden hätten ½ ihr Verdammungsurtheil über ihn geſprochen. Wagner, der mit wunderbarem arfſinn alle Triebfedern verſtand die uns zum Böſen führen, und ſie mit Meiſterhand anzuſchlagen wußte, faßte Tages Gemüthszuſtand vollkommen richtig auf, und da er ſich auf ſeine frühern Berechnungen, ſo lange er mit Lothar zu thun gehabt, nicht mehr verlaſſen konnte, ſondern ſie immer fehlſchlagen ſah, ſo beſchloß er Tage als Werkzeug zur Beförderung ſeiner Pläne zu benüzen. Am erſten Tag ſeiner Krankheit achtete Wagner genau auf jedes Wort, jede Bewegung und jede Veränderung in ſeinem Geſichte. Als das Fie⸗ ber etwas nachzulaſſen begann, verbrachte Wagner lange Stunden am Lager des Patienten und ſprach † da von gleichgiltigen Dingen. Tage zeigte ein offen⸗
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höhten Groll in


