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Schuldfried verbarg ihr Geſicht in den Händen; ſie weinte. Lothar rief:.
„Aus Gnade, aus Barmherzigkeit, weinen Sie nicht! Haben meine Worte Sie ſo erſchreckt daß ſie Thränen hervorrufen? Flößt meine Liebe ſolchen Abſcheu ein? O ſprechen Sie, ſagen Sie ein ein⸗ ziges Wort der Verzeihung, des Mitleids. Ehe ich Ihnen einen bittern Augenblick bereite, will ich lie⸗ ber dieſe Gegend verlaſſen und nie hieher zurückkeh⸗ ren. Ich werde, wenn Sie es wünſchen, ſo weit wegfliehen, daß nicht einmal der Klang Ihtes Na⸗ mens mein Ohr treffen ſoll. Ihnen Kummer zu bereiten iſt für mich der Tod. Möge ich daher lieber zu der bittern Qual verurtheilt werden Sie als die Braut eines Andern glücklich zu ſehen!“
„Nie!“ flüſterte Schuldfried.
„Nie!“ rief Lothar und ergriff ihre Hand.„Schuld⸗ fried, ſpielen Sie nicht mit mir? Sagen Sie, was enthält dieſes Nie? Werden Sie nie die Braut eines Andern werden?“
Schuldftied zog raſch ihre Hand weg, erhob ſich und ſagte:
„Nein, eine innere Stimme ſagt mir das. O mein Gott,“ fügte ſie traurig hinzu, indem ſie ſich zu Lothar wandte,„warum haben Sie ſo zu mir ge⸗ ſprochen? Warum haben Sie mit Ihren Worten die Freude zerſtört die ich in Ihrer Nähe empfand?& Jezt iſt es als ob eine ganze Welt zwiſchen uns läge, ſo verändert erſcheint mir Alles. Wenn Sie Barmherzigkeit haben, ſo ſprechen Sie nicht mehr ſo.“
„Geben Sie mir Ihre Hand,“ bat Lothar,, und ſagen Sie daß Sie nicht böſe ſind, ſagen 8


