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„Aber Sie beſizen neben Ihrer Unerfahrenheit einen von Natur überlegenen Verſtand, und dieſer muß Ihnen unwillkürlich ſagen daß der Reiz den Ihre Gegenwart auf mich ausübt, von einem ſtärkern Gefühl ausgeht als von einem augenblicklichen Ver⸗ gnügen.“
„Ja, ich glaube daß Sie mich lieb haben.“ Schuld⸗ fried erröthete gelind.
„Sie haben Recht. Ich habe Sie wirklich ſehr lieb. Sie ſind das einzige lebendige Weſen an das ich mich mit Seele und Herz gefeſſelt habe. Schon bei Ihrem erſten Anblick waren Sie mir theuer und lieb, ſo lieb daß ich fürchtete, meine Worte oder
beunruhigen. Obhſchon Ihre Freundſchaft das koſt⸗ barſte Geſchent war das Sie geben konnten, ſo ſcheute ich mich beinahe es anzunehmen, weil ich fürchtete, mein Gefühl für Sie möchte einen an⸗ ſpruchsvolleren Character bekommen. Ich wollte Sie nicht meinen heftigen Leidenſchaften ausſezen. Um Sie, wenn auch nur einige Minuten, täglich zu ſehen, hätte ich gern alle weltlichen Vortheile von mir geworfen. Sie ſind Alles was die Erde Liebes und Theures für mich beſizt, und gleichwohl würde
Sie, wenn nicht meine Verzweiflung darüber daß ich Sie jezt verliere mich dazu getrieben hätte. Ich weiß daß Sie mich nicht lieben, ich leſe das in die⸗ ſem Augenblick auf Ihren bleichen Wangen, und ich habe nie darauf gehofft. Aber ich hatte gehofft daß Ihr Herz auch keinem Andern gehören würde. Auch dieſe Hoff
irgend Etwas von mir möchten Sie ſchmerzen oder
nung haben die Umſtände mir entriſſen.“
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ich vielleicht nie geſagt haben: Schuldfried, ich liebe 3
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