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und Tage ſagten immer, ich dürfe nicht allein gehen, und deßhalb holten ſie mich ab. Geſtern war ich wirklich ſo tief betrübt darüber mit Ihnen nicht ſprechen zu dürfen, daß es mir ſogar auf Junta ganz und gar nicht wohl zu Muthe war.“ „Erinnern Sie mich nicht an geſtern, denn ſonſt tritt mir Ihr Bild vor die Augen wie Sie mit die⸗ ſem jungen Manne da auf der Weidenbank ſaßen.* O in dieſem Augenblick fand ſich nicht ein einziger freundlicher Gedanke, nicht eine einzige Erinnerung an mich in Ihrer Seele vor. Auch hätte dieſes Bild von Ihnen und von ihm mich beinahe ſo weit getrieben daß. Lothar that ſich Einhalt als erſchräcke er über ſeine eigene Heftigkeit; dann fügte eer, als er Schuldfrieds unruhigem Blick begegnete, hinzu:„Verzeihen Sie mir, ich will und werde ruhi⸗ ger werden.
„Ich begreife nicht warum Sie aufgeregt ſind, warum meine Beſprechung mit Tage Ihren Zorn hervorrufen kann. Sie ſagen, ich hätte Sie ver⸗
geſſen, und dennoch ſprachen wir gerade von Ihnen.“ „Sie ſprachen mit ihm von mir?“ „Ja gewiß, oder vielmehr Tage ſprach von Ihnen und ich erzählte ihm von unſerer Bekanntſchaft.“ „Ich beneide den jungen Mann um ſein Glück.“ „Sie beneiden ihn? Und um was?“ „Um Deine Liebe,“ hätte Lothar ſagen mögen, aber in Schuldfrieds Haltung lag Etwas was ihn zwang mit erkämpfter Ruhe zu ſagen: 2 3 „Um die Freundſchaft und das Vertrauen womit Sie ihm zugethan ſind.“ „Aber mein Gott, ich kann Sie nicht auf die⸗


