Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 2. Band (1862)
Entstehung
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Ah, verzeihen Sie, ich ſah den Korb nicht, ich ſah bloß Sie; aber für wen iſt er beſtimmt? Jür die arme kranke Frau des Waldſchüzen.

In dieſem Fall geben Sie ihn mir zum Tragen. Lothar, der Beſizer von Millionen und Gebieter einer zahlreichen Dienerſchaft, machte ſich jezt zum Träger eines Mädchens deſſen Mutter einen ſeiner unbedéutendſten Pachthöfe bewohnte. Schuldfried hin⸗ e

wiederum, die ein ganz natürliches Raiſonnement hatte, ließ den jungen Mann den Korb nehmen, weil er nach ihrer Anſicht mehr Kräfte beſaß als ſie. Als ſie ihm denſelben überreichte, ſagte ſie ſcherzend: Ich bin weit gegangen und habe darauf ge⸗ wartet Ihnen den Gr geben zu können. Lothars Züge veränderten ſich augenblicklich. Mein Gott! fügte Schuldfried hinzu, als ſie bieſe Veränderung ſah,haben Sie ſich in der Zeit wo wir getrennt waren Ihre Empfindlichkeit nicht abgewöhnen können? Wir ſprechen ja nur von einem Speiſekorb. Von einem andern kann ja nicht die Rede ſein. Aber apropos, warum ſchrieb der octor daß ich mich hier einfinden ſolle? Warum haben Sie es nicht ſelbſt gethan? Haben Sie d erſprechen vergeſſen das Sie mir abnahmen? Ach es iſt wahr. Das habe ich ganz vergeſſen. Sie ſah ihn an.Dieſen Zug von Ihnen, ein Wort nicht zu brechen, achte ich hoch. Dieß war mehr finniſch als ruſſiſch. Und doch bin ich ein Ruſſe und kein Finne. Unter ſolchen Geſprächen wurde der Weg bis an