Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 2. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Flecken von einer unheimlich bräunlichen Farbe und

nen noch mit Blumen geſchmückt; der düſtere Schein der dadurch hereinfiel gab dem Ganzen ein melan⸗

Bäume das Tageslicht nicht ungehindert hereindri⸗ gen ließ. Sein Ameublement war ſchwerfällig; es beſtand aus einem braun angeſtrichenen Sopha und dito Stühlen mit ſchwarzen Lederüberzügen, einem Anrichttiſch, einem Speiſetiſch und einer Wanduhr.

Frau Smiths Zimmer war klein und von höchſt beſonderem Ausſehen. Ein eiſernes Bett, umgeben von grünen Vorhängen die in Folge der Jahre be⸗ deutend abgeſchoſſen waren; über demſelben eine ur⸗ ſprünglich grüne Decke, aber jezt voll von dunkeln

Blutſpuren ähnlich. Innerhalb des Vorhangs hing ein Piſtol mit beſchmuztem Kolben und roſtigem Rohr. An der Wand, gerade vor dem Bett befand ſich das Porträt eines Mannes in der Blüthe ſeiner Jugend. Die Züge waren äußerſt edel und ſeelenvoll; ſie be⸗ ſaßen eine auffallende Aehnlichkeit mit denen Schuld⸗ frieds. Unter dem Porträt, an einem Nagel, hin⸗ gen ein Mannsrock und eine Weſte, beide mit dun⸗ keln Flecken bedeckt. Zwei Stühle, deren Ueberzug ſo abgenüzt war daß er da und dort große Neigung zum Zerreißen zeigte, ein eichenes Tiſchchen mit Uhrgeſtell und einer Uhr, ein Pfeifenſtänder mit mehreren ſchönen Pfeifen, ein Raſierzeug mit aller⸗ lei Schächtelchen, ein Bücherſtänder voll älterer Bü⸗ cher und ein wackeliger Schreibtiſch vollendeten das Ameublement. Das Fenſter war weder mit Gardi⸗

choliſches Gepräge. Es war als flüſterte jeder Ge⸗ genſtand in dieſem Zimmer von Ereigniſſen ſo dü⸗