Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 1. Band (1862)
Entstehung
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5. Zeilen von Ihrer Hand an den Generalgouverneur, und Sie ſind ſowohl von Aberney als von ſeinem Sohne befreit.

Alſo der Schurke Wagner war es der mir ein Mittel zeigte dieſe Menſchen los zu werden. Er begann wieder auf und ab zu gehenSie hielten für meine wilden Leidenſchaften die Möglichteit offen von ihrer Nähe befreit zu werden, weil Sie dach⸗ ten daß ich früher oder ſpäter ſie verabſcheuen würde. In einem aufgeregten und beſin ungsloſen Augen⸗ lich kann ich allerdings, Ihnen ſei es gedankt, die Leute unglücklich machen. Ha, das iſt entſezlich! Herr Baron, wenn Sie weniger aufgeregt und agegen ruhiger wären, ſo würden Sie nicht mit 3 Schurken gegen einen Mann um ſich werfen der ſtets Ihr Freund geweſen.

Freund! rief Lothar mit Hohnlachen.Freund!

Sie der mich ſtets auf den Weg des Böſen geführt, Sie der mit einem wirklichen Talent den Teufel in meinem Blute geweckt hat!

Nun wohl, Herr Baron, in dieſem Fall laſſen Sie uns ſcheiden. Ich werde morgen meine Stelle als Gutsarzt aufgeben. Sie können ja einen ehr⸗

licheren Mann als ich bin dazu wählen, da ich, wie Mephiſtopheles, ein elendes Werkzeug ſchlechter Be⸗ gierden aus Ihnen ſchaffe. Sonſt glaubte ich daß ein junger Mann von dreiundzwanzig Jahren ſelbſt⸗ ſtändig genug wäre, um nicht einem Inſtrument zu gleichen das denjenigen Ton angibt den man an⸗ ſchlägt, aber lautlos bleibt wenn Niemand es be⸗ rührt. Ein Mann der von der Einwirkung Anderer auf ſeine Grundſäze und Handlungen ſpricht, iſt ei