unwohl?“ fragte der Doctor, als er Lothars todten⸗ blaſſes Geſicht ſah.
„Ja, ich bin krank und Sie ſollen mir helfen,“ antwortete Lothar mit einem beinahe höhniſchen Aus⸗ druck.„Da Sie ſtets mit dem Teufel im Bunde ſtehen, ſo müſſen Sie wohl der Rechte ſein der mir helfen kann.“
„Sie erweiſen mir gar zu große Ehre, Herr Baron, wenn Sie glauben daß ich einen ſo mächti⸗ gen Bundesgenoſſen beſize. Ich dürfte gleichwohl auch ohne ſeinen Beiſtand zurecht kommen.“
Lothar ging fortwährend auf und ab.
„Sie haben mir ein Paarmal, vermuthlich in einer recht hölliſchen Abſicht, geſagt daß dieſer Aber⸗ ney politiſch anrüchig ſei. Iſt das wahr?“
„Davon können Sie ſich überzeugen wenn Sie ſeine Papiere oder vielmehr ſeine Correſpondenz mit Beſchlag belegen laſſen.“
„Woher wiſſen Sie das?“
„Weil ich Aberney und ſeine Verbindungen in
Schweden kenne. Ich weiß wie ſehnlich er Finn⸗
lands Wiedervereinigung mit Schweden wünſcht.“ „So, und Sie ſind überzeugt daß er eine Cor⸗
reſpondenz führt die...“ „Wenn ſie zu Tage käme, ihm im glücklichſten
Fall den Befehl zuziehen würde Finnland zu ver⸗
kaſſen und nie dahin zurückzukehren.“
„Gut!“ Lothar blieb vor dem Doctor ſtehen. „Warum haben Sie ſchon vorher mehrere Male an⸗ gedeutet daß er eine politiſch verdächtige Perſon ſei?“
„Weil ich voraus ſah daß dieſe Nachricht Ihnen zu Statten kommen würde, Herr Boron. Sie ſind ein mächtiger junger Mann; es bedarf bloß einiger
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