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Kind und kein Mann. Ich bin jezt bereit mich zu entfernen.“ Das Geſicht des Doctors trug nicht mehr 3 glatten und geſchmeidig n Ausdruck wie gewöhnlich, ſondern es lag ein Gepräge wahren Stolzes darin. Der polniſche Arzt hatte in die eſem Augenblick etwas 5 Impoſantes. Er ging auf die Thüre zu; aber Lo⸗ char eilte ihm nach und legte die Hand au ſeine Schulter mit den Worten: .„Bleiben Sie Sie haben Recht, ein Kind, nich ein Mann läßt Andere auf ſich einwirken. Waren Sie auch mein böſer Dämon, ſo werde ich nie ver⸗ geſſen daß Sie mein Arzt waren, daß Sie einer Nation und einer noch unglülichere Familie angehören, und daß Sie gegen Andere ein Ehrenmann ſein können, wenn Sie auch gegen mich das Gegentheil bewieſen. Sie können Ihre gegene wärtige Stelle nicht aufgeben, außer um ſie gegen eine glänzendere zu vertauſchen. Sprechen Sie alſo nicht davon, aber nennen Sie ſich nicht meinen Freund; dieß iſt eine unwürdige Heuchelei die weder wo6 mir zuſteht.“ Der Doctor kehrte von der Thüre zuric und ing im Zimmer vor, indem er mit ſine gewöhn⸗ lich en verbindlichen Ton äußerte:
„Wünſchen Sie mir ſonſt Etwas u ſuen Set Baron?“
„Ja, ich wünſche daß Sie mir einen Dienſt wieſen.“ Lothar verſtummte. Es war ihm wider lich fortzufahren⸗
„Und das wäre?“ ſragte der an„ eine Wei Fewartet Pat. mir ein nit.


