Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 1. Band (1862)
Entstehung
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Mädchen und dann auf Tage, ſagte aber Nichts. Nach dem Cafe fuhr des Profeſſors Wagen vor. Tante Sara, Schuldfried und Tage ſtiegen ein. Auf der ganzen Fahrt nach der Kirche ſaß Tage ſtil und düſter da. Er ſah Schuldfried ſo wenig

als möglich an. Tante Sara ſprach von den Nach⸗ barn und von einer Maſſe Neuigkeiten die ſie von Kronbrück gehört habe, wo der junge Eigenthümer, wie es allgemein heiße, den Winter über zu blei⸗ ben gedenke, während ſeine Gäſte bald abreiſen wür⸗ den. Schuldfried hörte es mit Unruhe, Tage mit gerunzelter Stirne an. Man ſpricht ſo viel von den Sonderbarkeiten des jungen Herrn, ſagte Tante Sara. Aber von wem haben Sie denn Ihre Neuig⸗ keiten, Tante? fiel Tage ein.Ich ſollte meinen, die Eigenheiten dieſes Herrn können Niemand von uns intereſſiren. Ei der Tauſend, mein Junge, wie hizig Du biſt! Es ſcheint mir nicht in der Ordnung zu ſein daß Du ſolche Bemerkungen machſt. Wenn es mir Freude macht von irgend einem Ereigniſſe zu ſpre⸗ chen das ich gehört habe, ſo ſteht es dem Kinde nicht zu meine Worte unintereſſant zu finden. Tante Sara war ſehr erzürnt. Sie ſtrich und glättete ganz verzweifelt an ihrem Kleide. Der übrige Weg wurde unter allgemeinem Schwei⸗ gen fortgeſezt. Schuldfried hätte weinen mögen, wenn ſie bedachte daß ſie dem Fremden vielleicht ein des Abſchiedes werde ſagen können. s ſie an den Kirchenhügel kamen,