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nicht wiſſe wer er iſt, ſo ſpreche ich die Wahrheit. Er hat mir ſeinen Namen nie geſagt.“ „Nicht? Ihr habt jedoch mit einander geſprochen?“
„Ja.“ Dieß war Alles was Schuldfried ant⸗ worten konnte. Die Thränen brachen unwillkür⸗ lich vor.
„Warum haſt Du ein Geheimniß daraus gemacht, Schuldfried?“
„Das weiß ich ſelbſt nicht; aber es ging mir gegen mein Gefühl davon zu ſprechen; lieber guter Tage, ſprich jezt nicht ſo kalt mit mir, ſondern ſei freundlich.“ Jezt begann Schuldfried laut zu weinen. Das war mehr als Tage ertragen konnte. Er beugte ſich zu ihr hinab und flüſterte:
„Verzeih mir, geliebte theure Schuldfried!“
In dieſem Augenblick ließen ſich haſtige Huf⸗ ſchläge hinter ihnen vernehmen, und wie eine Winds⸗ braut ſtürmte ein weißes Pferd mit ſeinem Reiter vorüber. Er hatte ſein Geſicht von ihnen abgewandt. Schuldfrieds Herz wurde von einem eigenthümlichen Schmerz durchzuckt, als er vorbeiritt ohne ſie auch nur anzuſehen.
„Das war er,“ ſagte Tage und biß die Zähne zuſammen. Er gab dem Pferd einen Klatſch und die Fahrt ging raſch von Statten. Kein Wort mehr wurde zwiſchen ihm und Schuldfried gewechſelt. Lez⸗ tere weinte, er ſchlug alle Blätter und Zweige mit der Peitſche ab, als empfände er ein unwiderſteh⸗ liches Bedürfniß ſeinen Zorn an Etwas auszulaſſen.
Als ſie nach Junta kamen, wunderte ſich Sara über Schuldfrieds rothgeweinte Augen, und Aberney heftete einen kangen forſchenden Blick zuerſt auf das


