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erſtarren. Ihr Körper, nicht ihre Seele war es was in die Heimath zurückkehrte.
Ohne alles Intereſſe für die äußere Welt, em⸗ pfing ſie mit gänzlicher Gleichgiltigkeit die Nachricht daß ihr Mann einen jungen Auskänder, einen Deutſchen wie es hieß, zu ſich genommen habe. Caſpar wurde dafür bezahlt daß der junge Jvano ſich in ſeinem Laboratorium beſchäftigen durfte. Derſelbe ſollte Chemiker werden.
In ein Gefühl maßloſer Sehnſucht verſunken und ihrer ganzen Umgebung überbrüſſig, ſchenkte Harm dem jungen Menſchen wenig Aufmerkſamkeit und re⸗ dete ihn ſelten oder niemals an, obſchon Caſpar ſie oft darum erſuchte. In Folge ſolcher Bitten konnte es geſchehen daß ſie einige nichtsſagende Worte an den Jüngling verlor, wenn er ſich bei den Mahlzei⸗ ten einſtellte oder Abends in den Familienkreis kam;
ſonſt aber benahm ſie ſich als ob er gar nicht für 1
ſie vorhanden wäre.
Jvano ſeinerſeits konnte Harm nicht aus dem
Auge laſſen, vom Moment an wo er das gleiche Zimmer mit ihr betrat, bis er es wieder verließ. Sie war zu ſchön um nicht ein Gegenſtand der Bewun⸗ derung für den gleichalterigen Jüngling zu werden.
Einige Wochen nach Harms Rücktehr traf jedoch ein Ereigniß ein, das ſie der einſilbigen Trägheit worein ſie verſunken war einigermoßen entriß. De⸗ bora Aberney ſtarb nach kurzer Krankheit und hin⸗ terließ Mann und Söhne in tiefſter Trauer. Harm beweinte die Heimgegangene, weil ſie wußte wie ſeht der Verluſt der geliebten Mutter Enoch zu Herzen gehen würde, beſonders weil er dieſe ſo theuern


