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niſches Weſen hervortreten ließ. Enoch war gegen Harm wie gegen Edith, und nichts ließ vermuthen daß ſein Gefühl gegen ſie anderer Art ſei. Es war ein bitterer Kampf für das ſtolze Weib. Als ſie vollkommene Gewißheit zu haben glaubte daß ſie nicht mehr geliebt werde, verlangte ſie mit fieberhaf⸗ ter Ungeduld nach Hauſe zurück, ein Wunſch dem Alles entgegenkam. Aberney, der Edith und Harm nach Stockholm begleitet, weil er dort Geſchäfte zu beſorgen hatte, war nach drei Wochen reiſefertig, und Harm zeigte ſich vollkommen zufrieden mit ihm in die Heimath zurückkehren zu dürfen. Genug, die Reiſe wurde feſtgeſezt, und es blieb nur eine ganz kurze Zeit für den Aufenthalt in Stockholm übrig.
Einige Tage vor dem Abſchied hatte Tante Sara ihre Verwandten zu einem Ausflug nach ihrer klei⸗ nen Villa beredet die außerhalb des Kungsholmer lag, und wohin ſie einige Freunde geladen
atte.
Harm war ſchön. Die junge finniſche Dame wurde daher von den eingeladenen Herren mit Hul⸗ digungen umgeben. Alle wetteiferten ein Lächeln oder einen Blck von ihr zu erhalten. Mit feinem Tact verſtund Harm verbindlich zu ſein ohne aufzu⸗ muntern. Ihr Geſpräch war gebildet, zuweilen leb⸗ haft, aber über ihrem ganzen Weſen lag ein ſchwe⸗ rer Schleier, hinter welchem man das Feuer glühen zu ſehen meinte; allein es war kein Feuer das die⸗
ſen Schmetterlingen Hoffnungen geſtattete, ſondern
eines das ſagte: Nicht für euch.
Enoch war ungewöhnlich ſtill und gedankenvoll;
ſeine Augen ruhten unabläſſig auf Harm, ohne daß
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