„Das garſtige Mädchen, was hat ſie jezt wieder angeſtellt?“ dachte Roſa, als ſie eine Weile nachher
ebenfalls eintrat. Sie ſah ihrem Manne an daß er
bei ſehr böſer Laune war; ſie hielt es daher fürs Beſte ihn nicht zu reizen, ſondern ſich ganz beſchei⸗ den zur Ruhe zu begeben. Am ſolgenden Morgen ſagte Ehrmann in die Apotheke ging, zu ſeiner Frau: „Laß die Kinder hereinkommen!“ „Was fällt Dir um Gotteswillen ein, da Du ich ja ſonſt Nichts um ſie bekümmerſt?“ „Was nicht hindert daß ich Gehorſam verlange,“ antwortete Ehrmann barſch.
„ehe er
kommſt Du ganz plözlich auf den Einfall daß Du nicht in die Apotheke hinabgehen könneſt ohne ſie zu ſehen.“ Frau Roſa ſagte dieß mit einer ſolchen Heftig⸗ keit, daß die Worte ihr von den Lippen flogen. ie arme Frau glaubte immer ſich einem Mann widerſezen zu können der ſie dennoch mit Macht⸗ ſprüchen zum Gthorſan zwang, nachdem ſie et einen ehelichen Streit hervorgerufen hatte. So auch jezt. Ehrmann wurde böſe, ſprach bittere, ſcho⸗ nungsloſe Worte, und das Ergebniß war daß Roſa auf ſeinen im Zorn ausgeſprochenen Befehl die Kin⸗ der hereinrufen mußte. Harm trat mit einem leichten tänzelnden Gan lächelnd, blühend und wie eine Puppe gekleidet
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