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haften Edith willen nach Hauſe geſchickt worden und daß die ganze Freude des Abends verdorben ſei.
Edith hatte ſich auf einen Schemel vor dem Feuer geſezt und blickte mit einem Ausdruck der Reue hinein. Es that ihr leid um Victor. Die Andern waren ihr gleichgiltig. Ein Spiel kam nicht mehr zu Stande. Als ſie hinausgehen und eſſen ſollten, erhielt Edith Befehl zu bleiben. Ihre Amme brachte ihr dieſes Gebot von der Mutter und ſtrich ihr koſend das Haar, indem ſie hinzufügte:
„Armer kleiner Starrkopf, jezt gibt es wieder Schläge auf den Abend.“
„Nun und dann? Ich bin ja ſo daran gewöhnt,“ antwortete das Kind mit einem trozigen Lächeln; „deßhalb ſinge ich jezt noch ein Lied, da ich doch nichts zu eſſen bekomme.“
„Liebes Herzchen, thue es nicht,“ bat die Amme
ganz erſchrocken. Edith hörte nicht auf die Warnung, ſondern ſtimmte einen neuen Geſang an. Bei den erſten Tönen öffnete ſich die Salonthüre und Ehrmann ſtand auf der Schwelle. Mit gleichgiltiger Miene ſah Edith den Vater an und ſang das Lied zu Ende⸗ Als ſie verſtummte, ſagte er:
„Komm heraus, Kind!“
„Dieß war das erſte Mal daß er Edith anredete. Sie blieb unbeweglich.
„Hörſt Du was ich ſage?“ wiederholte er⸗
„Mama hat mir verboten hinauszugehen!“ ant⸗ wortete das Mädchen, ohne ihre Stellung zu ver⸗ ändern.
„Komm, liebe Edith, folge jezt,“ flüſterte die


