Victor kreiſchte laut, und jezt mußte Papa fragen! was es gebe.
„Schämt ihr euch nicht, Jungen,“ ſagte Aberney, „einen ſolchen Spectakel zu verführen, wenn ihr auf Beſuch ſeid?“
„Caſpar hat mich geſchlagen,“ rief der Beohr⸗ feigte.
„Kannſt Du fünfzehnjähriger Bengel Dich ſo, vergeſſen?“ verſezte Aberney mit gerunzelten Braugn.
„Er war unartig gegen Harm und hat ſie über ihr Weinen ausgelacht,“ antwortete Caſpar, etwas beſchämt wegen ſeiner Uebereilung.
„Ja Papa, und ich hatte ganz Recht, denn Harm weinte nur aus Neid darüber daß Edith ſang,“ er⸗ dreiſtete ſich Victor ganz keck zu bemerken.
„Ihr müßt alle beide nach Hauſe gehen. Leute wie ihr ſeid kann man nirgends hinnehmen, wenn ihr euch nicht beſſer betragen lernt,“ erklärte Aber⸗ ney mit einem ſo beſtimmten Ton, daß man wohl ſah daß keine Appellation ſtattfand. Hierauf nah⸗ men Aberney und Ehrmann ihre Pläze am Spiel⸗ tiſch wieder ein, und die beiden jungen Herren zo⸗ gen ab. Eine eigenthümliche Verſtimmung folgte. Ehr⸗ mann, ſonſt lebhaft und heftig im Spiel, ſaß ſchwei⸗
gend und gedankenvoll da. Roſa war über Edith ſo aufgebracht, daß ſie nur mit der größten Anſtren⸗ gung ihren Zorn beherrſchen konnte. 3 Im Wohnzimmer bemühte ſich Enoch die erbit⸗
terte Harm zu tröſten und wieder zu gutem Humor zu bringen, aber dieß war nicht leicht, denn i beklagte ſie ſich bitter daß die Jungen um der b
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