Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 1. Band (1862)
Entstehung
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Junge von ganz gewöhnlichem Ausſehen. Enoch, der zwei Jahre jünger war, hatte ein lebhaftes und geniales Geſicht. Zwiſchen den beiden Brüdern ſaß Harm, ſchön und freundlich wie der Lenz. Ihnen 3 gegenüber ſaßen Edith und der jüngſte Aberney, Victor.

Edith hatte das Ziehen.

Mein Gott, wie langſam Du die Nummern ſagſt! bemerkte Caſpar.

Das thut Edith mit Fleiß, fiel Harm ein,nur 16 uns zu quälen. Seht nur wie boshaft ſie aus⸗ ieht.

Die beiden Jungen ſchauten auf ihr kleines vis- nvis und konnten nicht läugnen daß Harm Recht hatte. Edith ſaß mit der Hand im Nummernbeutel da und ſah ihre Schweſter ſchadenfroh on, indem ſie ſagte:

Ja ſiehſt Du, jezt ziehe ich gerade ſo langſam s ich will, und ihr müßt euch damit begnügen. Pfui wie garſtig Du biſt, fiel Enoch heftig

ein;Du ſiehſt doch daß es Harm guält.

Was kümmere ich mich darum? antwortete Edith mit lautem Lachen und ſchüttelte den Beutel. Zieh jezt und mach keine Umſtändel befahl 1 Caſpar.Wenn man ſo häßlich iſt wie Du, muß man wenigſtens artig ſein.

Jezt zog Edith die Hand herauf und ſagte: Seht, da iſt die Nummer; aber welche? d müßt ihr errathen. Sie hielt die geſchloſſene Hand empor und

hinzu:

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