als er ihm ſeine Hülfe angedeihen ließ, zur Bedingung
machte, er ſollte für die übrige Familie todt ſeyn, bis
er als reicher Mann in das Vaterland zurückkehren
könnte, was jedoch niemals geſchah, da er im Aus⸗
lande ſtarb.“
5 Hier wurde das Geſpräch von einigen Gäſten unterbrochen, welche in das Kabinet traten.
XXXXIX.
Die Hochzeitgäſte hatten ſich zerſtreut, und alles war wieder ſtill und ſchweigſam, ſowohl inner⸗ als außerhalb der Mauern von Birgersborg.
Allein, draußen auf der Teraſſe ſtanden die beiden Neuvermählten Hand in Hand und blickten zu dem tiefblauen Himmel auf, von welchem tauſend Sterne auf ſie niederſchauten.
Eine lange Weile waren ſie dageſtanden, ohne ein Wort zu ſprechen, als fürchteten ſie dadurch den heiligen Frieden der Nacht zu ſtören.
Endlich ſagte Stephan, indem er Gurli's Hand feſter in die ſeinige ſchloß:
„So biſt Du denn nach ſo mancher bittern Prü⸗ fung meine Gattin, Du, die einzige Frau, die ich je geliebt habe, und mit welcher ich gleichwohl wein Schickſal zu vereinigen für unmöglich hielt. So lang ich zurückdenken kann, habe ich dich mit der ganzen Wärme meines Herzens umfaßt; aber zugleich fürch⸗ tete ich dich mit der ganzen Kraft meines Verſtandes. „Gefürchtet!“ wiederholte Gurli und lehnte ihr Haupt an die Bruſt des Gatten.
„Ja. Als Knabe warſt Du mir theurer als das


