Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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er ſpäter ſelbſt abging, um ſich ſo viel thunlich ſeiner anzunehmen. Er fand ihn am Nervenfieber erkrankt. Falkenſtern quartierte ihn in einem Hauſe ein, wo ihm die gehörige Pflege während ſeiner Krankheit zu Theil wurde. Dann ſetzte er ſeine Reiſe nach der Haupt⸗ ſtadt fort, um die Schweſtern des Abenteurers kennen zu lernen. Schon beim erſten Zuſammentreffen

fühlte ſich Falkenſtern für Anna eingenommen, und⸗

dieß war die Urſache, warum er euch hieher einlud. Während Falkenſtern in Stockholm weilte, war Anna's Bruder wieder geneſen. Falkenſtern ließ ihn, während wir hier waren, in Buchführung und dergleichen un⸗ terrichten, damit derſelbe als Kaufmann ſein Aus⸗ kommen finden könnte. Er verſprach ihm das nöthige Geld vorzuſchießen, damit er in Amerika ſich ſeinen Weg bahnen könnte. Als Anna's Bruder im Begriff war, auf ſolche Weiſe ausgerüſtet ſich auf den Weg

zu machent, ſchrieb er an Anna und bat ſie, im Fall

ſich Gelegenheit ergäbe, wo möglich Falkenſtern, was er an ihrem Bruder Gutes gethan hatte, zu vergelten. Anna wurde von Falkenſterns Benehmen gerührt und reichte ihm aus Dankbarkeit ihre Hand. Nach⸗ dem ſie ihm ihr Jawort gegeben hatte, reiste ſie nach Gothenburg, um ihren Bruder noch einmal zu ſehen. Dieſer gab ihr in dem Augenblick des Abſchieds das Verſprechen, im Foll die Summe, welche Falkenſtern ihm geſchenkt hatte, Segen brächte, ſollte all ſein Ver⸗ mögen ihren Kindern zufallen. Er hielt getreulich Wort, und machte Gurli zur Beſitzerin von Birgers⸗ borg, welches er nach Falkenſterns Wunſch auf ihren Namen kaufte.

Aber warum ſprach man niemals von ihm? fragte Mathilde.

Aus dem einfachen Grunde, weil Falkenſtern,