vor das Konſiſtorium, und Grünlund wurde abgeſetzt. Man hörte hernach nichts mehr von ihm, bis man
aus den Zeitungen erfuhr, daß er mit den übrigen Paſſagieren an Bord des Washington ſein Leben in
den Fluthen des Meeres geendet habe.“ Apropos, was Mabanie Teverino betrifft, hat
—
man Nichts von ihr gehört?“ fragte Mathilde weiter.
„O ja, ſie hat auch ihre Strafe bekommen. Sie
ſoll nämlich aus Kummer über den Tod ihrer Tochter
in Irrſinn verfällen ſeyn. Eliſabeth bezahlt für ſie
das Foſtgeld in einer Privatanſtalt für Geiſteskranke.
Sie genießt dort alle mögliche Pflege.“
„Man muß doch zugeben, daß Birgersborg ein Ort geweſen, wo Glück und Frieden niemals erblühen konnten,“ bemerkte Mathilde,„und ich finde es ſonder⸗ bar, daß Gurli und Stephan hier ihre Wohnung auf⸗ ſchlagen wollen. Mir ſcheint, der Gedanke an ihre
Kindheit und an Gurli's frühere Ehe ſollte ihnen
daſſelbe entleiden.
„Lauter Irrthum, liebes Kind,“ fiel Tante Katha⸗ rina ein;„für die gegenwärtigen Beſitzer kann Bir⸗ gersborg nicht mehr unheilbringend ſeyn; denn der Fluch, welcher bisher daranf gehaftet hat, iſt hinweg⸗ genommen, da Falkenſterns Vermögen in die Hände des rechtmäßigen Eigenthümers übergegangen iſt.“
„Es iſt mir dabei aber niemals recht klar ge⸗ worden, wie Anna's Bruder Falkenſtern dieſes Bir⸗
gersborg abkaufen konnte. W früher ein Unglücksvogel geweſen, welcher durch Leicht⸗ ſinn und Verſchwendung ſich, ſeine Mutter und ſelbſt ſeine Schweſter um Alles gebracht hat und die Urſache war, daß ſie als Mädchen um's Brod arbeiten mußte. Noch in jungen Jahren machte er ſich dann aus dem
Pir wiſſen alle, daß er


